Gyde Callesen

Kampfkunst

 

 

"Die größte Offenbarung ist ist die Stille."

Laotse

Taijiquan in Hannover

Taijiquan für Frauen - Achtsam dem eigenen Körper begegnen

Taijiquan ist eine alte Bewegungsform und eine weiche Kampfkunst aus China, die für jede Frau erlernbar ist, unabhängig vom Alter. Es sind keine Vorkenntnisse nötig.
Vermittelt werden die Grundlagen des klassischen Yang-Stils, wozu neben den Vorübungen wie dem ‚Seegras in der Woge’ und den sechs Qigong-Bildern auch eine Form gehört, die aus einzelnen Bewegungsbildern besteht. Das Üben der Form, deren Ablauf zwischen Bewegungen des Sich-Verteidigens und des Angreifens wechselt, führt zu mehr Selbstbewusstsein und lässt die eigene Kraft erfahren.
In seiner Langsamkeit und Schönheit kann das Taijiquan eine tiefe Ressource im Alltag für Sie sein. Taijiquan wirkt erdend, zentrierend und stärkt die eigene Mitte.

Montags: 20.00-21.00 Uhr
Kollenrodtstraße 10a, Hinterhof
30161 Hannover-Oststadt

Einstieg jederzeit möglich!
Sie können jederzeit eine kostenlose Schnupperstunde buchen. Bitte vorher anmelden.

8-Wochen-Kurs (als Einstieg): 80 €

Fortlaufender Kurs / Kosten pro Monat:

1 Unterrichtseinheit/Woche: 40€

Anmeldung: lebensraum@gydecallesen.de


Der Kurs ist für Frauen mit traumatischen Erfahrungen geeignet.

Einzelstunden sind jederzeit nach Absprache möglich. Kosten: 70€
Privatklassen (2 Personen) kosten 35€ pro Person.

Taijiquan-Film

Der Reisejournalist, Filmemacher und Fotograf Jürgen Gutowski, der u.a. für den NDR arbeitet, drehte einen Film über das Kloster Mariensee und einen weiteren kleinen Film zum Taijiquan im Klostergarten.

Beides ist hier zu sehen:

www.youtube.com/watch?v=6JjAHCOQTqk
(als ich am Taijiquan-Üben im Klostergarten war....)

www.youtube.com/watch?v=3VyQEwJybps
(der Film über das Kloster Mariensee)

 

 

Das Taijiquan ist eine aus China stammende innere Kampfkunst. Taiji bedeutet "Höchstes Prinzip".
Es wird meist dargestellt durch das Yin-Yang-Symbol, welches das harmonische Wechselspiel der Kräfte Yin und Yang zeigt.
Quán bedeutet „Faust“. Im Zusammenhang mit Kampftechniken wird es verwendet, wenn mit leerer Hand, also ohne Waffen, gekämpft wird.
Eine mögliche Übersetzung von Taijiquan wäre daher:
Kampfkunst nach den Prinzipien von Yin und Yang auf dem Weg der Hand.

Innerhalb der Kampfkünste (chin. Wushu) wird Taijiquan zu den inneren Kampfkünsten (chin. Neijia) gerechnet und in Verbindung mit Prinzipien des Daoismus gebracht.
Als legendärer Begründer der inneren Kampfkünste und damit auch des Taijiquan wird der daoistische Mönch Zhang Sanfeng betrachtet. Der Legende nach entdeckte er die Prinzipien der inneren Kampfkünste in den Wudang-Bergen, nachdem er den Kampf zwischen einer Schlange und einem weißen Kranich beobachtet hatte. Zhang Sanfeng soll zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert gelebt haben, aber seine historische Existenz ist nicht belegt.

Wegen seiner engen Verbindung zum philosophischen Daoismus kommt im Taijiquan wie in allen inneren Kampfkünsten dem Konzept des Chi eine wichtige Bedeutung zu. Durch das Üben des Taijiquan soll der Übende in zunehmendem Maße in der Lage sein, das Chi wahrzunehmen und schließlich zu lenken.

Es gibt verschiedene Stile, die heute unterrichtet werden, am verbreitesten hierzulande sind der klassische Yang-Stil und der Chen-Stil.

Schüler des Taijiquan lernen zuerst die sogenannte Form (taolu), eine Abfolge bestimmter, festgelegter Bewegungen, die sich aus einzelnen Bewegungsbildern zusammensetzt.

Neben dem Solo-Formtraining gibt es auch Partnerübungen, in denen ein Schüler üblicherweise zum ersten Mal mit der Anwendung des Taijiquan im Kampf in Berührung kommt.

Die wichtigste Partnerübung ist das Tuishou („Schiebende Hände“, engl. Pushing hands), bei dem sich die Partner gegenüberstehen und einander an den Armen oder Händen berühren.

Die gebräuchlichsten Formen des Taijiquan sind waffenlos, doch gibt es auch zahlreiche Waffen- oder Geräteformen. Traditionell werden erst fortgeschrittene Schüler in den Waffenformen unterrichtet. Waffen des Taijiquan sind je nach Stil das gerade, zweischneidige, einhändige chinesische Schwert (Jian); der chinesische Säbel (Dao); der Speer (Qian); der Langstock (Gun); der Kurzstock (Qi Mei Gun); der 3m-Langstock (Dagan); der Fächer; die chinesische Hellebarde (Guan Dao).

Taijiquan ist eine Bewegungskunst, die Kampfkunst mit Meditation verbindet.